Neben Stein, Beton und Holz ist auch Glas ein wichtiger Bestandteil der modernen Architektur und somit auf vielen Baustellen zu finden. Aber haben Sie schon einmal erlebt, was auf einer Baustelle mit Glas passieren kann? Unbedachte Reinigung, Funkenschlag oder auch fahrlässige Sicherheitsmassnahmen im Umgang mit dem sensiblen Material führen schnell zu Brüchen und Rissen. Ist der Schaden erst einmal da, wird es schnell teuer – und nicht immer zahlt die Versicherung auf dem Spiel. Der Glasschutz während des Bauprozesses hat also eine hohe Bedeutung. Aber was macht einen wirksamen Glasschutz aus?
Das Kleingedruckte – versteckte Risiken bei Versicherungen
Wer den Schutz von Glasflächen auf der Baustelle vernachlässigt, wird mehr als nur einen Kratzer riskieren. Das zeigt sich vor allem im Kleingedruckten in den Versicherungspolicen. Unser Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) und die Besonderen Bedingungen (ZB) grosser Bauversicherungen haben das gezeigt. Das Fehlen von Schutzmassnahmen oder ein ungenügend getroffener Schutz kann schnell dazu führen, dass die Versicherung die Zahlung bei einem Schaden verweigert. Daher sollten Sie die Verträge sorgfältig prüfen und sicherstellen, dass Sie auf der Baustelle alle geeigneten und vorgesehenen Glasschutzmassnahmen treffen.
Potentielle Fallstricke bei der Glasversicherung
Für Baustellenbetreiber ist der Abschluss einer Glasversicherung also eine zwingende Massnahme, um sich vor hohen Kosten zu schützen. Aber auch hier ist Obacht geboten. Nicht jedes Risiko wird automatisch von einer Glaszusatzversicherung abgedeckt. Beachten Sie, dass in den Policen häufig besondere Bedingungen formuliert sind, der Deckungsumfang nicht genau definiert ist oder die Versicherungen sich hohe Selbstbehalte und Entschädigungsgrenzen beinhalten. Im Deckungsumfang nicht enthalten sind oft Oberflächenschäden und optische Beinträchtigen, die beispielsweise durch unsachgemässe Reinigung oder thermische Einwirkung entstehen können.
Welche Schutzmassnahmen wirklich helfen – unsere Empfehlungen
Vor allem die Leistungsverweigerung bei fehlendem Schutz während der Bauzeit kann aktiv von Ihnen vermieden werden, indem Sie geeignete Schutzmassnahmen wie Folien und Abdeckungen installieren. Wollen Sie also auf Nummer Sicher gehen, setzen Sie auf umfangreiche und clevere Glasschutzlösungen. Hier sind es vor allem Folien, die effektiv und ohne hohe Kosten vor Beschädigungen wie Kratzern, Rissen und kleinen optischen Beeinträchtigungen schützen. Und noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Alle Schutzmassnahmen sollten sorgfältig dokumentiert sein – so lässt sich im Ernstfall eine reibungslose Schadenregulierung sicherstellen und eine effektive Kommunikation mit dem Versicherungsunternehmen sicherstellen.

